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Interpellation «Aktueller Stand der Angebotsdatenbank «Sozialnetz Thurgau»

Votum von Andreas Sigrist an der Grossratssitzung vom 03.07.2024

Sehr geehrter Ratspräsident, geschätzter Regierungsrat, geschätzte Kolleginnen und Kollegen

Wir danken den Interpellanten für die Aufnahme dieses Anliegens und dem Regierungsrat für die Antwort.

Das «Sozialnetz Thurgau» ist eine informative Plattform, auf der man sich Klarheit über konkrete Hilfsangebote im Kanton verschaffen kann. Ob für betroffene Personen, Angehörige oder Dienststellen: Es ist wertvoll, in Notlagen kompetente Ansprechpersonen finden zu können. Diese Informationsmöglichkeit gibt nicht nur Orientierung, sondern kann auch dazu beitragen, dass die Allgemeinheit vor grösseren finanziellen Auslagen im sozialen Bereich verschont wird.

Man merkt beim Besuch der Seite, dass das Angebot für Nutzer möglichst einfach gehalten und bewusst Wert auf Benutzerfreundlichkeit gelegt wurde. Das ist sehr positiv. Dass die Anbieter ihre Angebote selber aktualisieren und der Kanton dadurch entlastet wird, das begrüssen wir ebenso. Hier sehen wir allerdings die Herausforderung, dass solche Aktualisierungen nicht durch alle Institutionen in gleichem Mass getätigt werden. Das schmälert leider den sonst positiven Gesamteindruck dieses Projektes.

Die im November 2023 lancierte Kommunikationskampagne wirft bei uns im Blick auf die Zieldefinition ein paar Fragen auf. Weshalb sollen «nur» die Hälfte der Thurgauer Gemeinden das angebotene Widget innerhalb eines Jahres auf ihrer Internetseite implementiert haben? Gibt es da ein technisches Problem oder ist das Angebot für die Gemeinden doch zu wenig attraktiv? Wir hätten uns auch gewünscht, dass die Ziele messbarer formuliert worden wären.

Eine Umfrage bei Institutionen welche ein Angebot auf «Sozialnetz Thurgau» geschaltet haben zeigt, dass 2/3 dieser Institutionen es für «gut» oder sogar «sehr gut» befinden, dass der Kanton diese Seite betreibt. Allerdings würde es über die Hälfte begrüssen, wenn die Seite aktiver beworben würde.

Als Verbesserungsvorschläge wurden zudem geäussert:

  • Schulgemeinden, Schulleiter, Soziale Dienste, Ärzte, Spitex, Elternvereine etc. sollten regelmässig auf dieses Angebot hingewiesen werden.
  • Die Daten auf der Seite müssten aktuell sein
  • Eine detailliertere Suchfunktion wurde gewünscht
  • Im Blick auf direktbetroffene Personen (z.B. im Spitexbereich) wäre ein Flyer hilfreich

Die Rückmeldungen sind also zu einem sehr grossen Teil positiv ausgefallen. Nun stellt sich die Frage von Aufwand und Ertrag – oder anders gesagt: Wieviel uns dieses Angebot letztlich wert ist.

Von November 2023 bis Ende April 2024 fand die Umsetzung der Kommunikationsstrategie mit insgesamt acht Massnahmen statt. An der Auswertung dieser Massnahmen sind wir interessiert. Gerne würden wir nach Erscheinung und Prüfung dieses Berichtes über das weitere Vorgehen debattieren. Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.

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